Acht Jahreszeiten : Roman

Nedrejord, Kathrine, 2025
Stadtbücherei Korneuburg
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Exemplare gesamt 1
Exemplare verliehen 1 (voraussichtl. bis 08.09.2026)
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Medienart Buch
ISBN 978-3-8479-0227-0
Verfasser Nedrejord, Kathrine Wikipedia
Beteiligte Personen Pluschkat, Stefan Wikipedia
Systematik DR - Belletristik
Schlagworte Generationenroman, Frauenschicksal, Gesellschaftskritik, Familiengeschichte, Rassismus, Frauen, Unterdrückung, Norwegen, Identität, Diskriminierung, Unrecht, Frauenrolle, indigen, Klischees, Sami, Literatur aus Norwegen, Literatur aus Skandinavien, Finnmark, Marginalisierung, indigenes Volk
Verlag Eichborn
Ort Köln
Jahr 2025
Umfang 392 Seiten
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Kathrine Nedrejord ; Übersetzung aus dem Norwegischen von Stefan Pluschkat
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Monika Roth;
Was heißt es, als Sámi-Frau in Norwegen aufzuwachsen? (DR)
Eine große französische Stadt im Frühling: Marie erhält einen Anruf von zuhause. Áhkkhu, ihre Großmutter, ist in der heimischen Finnmark im Norden Norwegens, in einer Stadt mit samischer Mehrheit, gestorben. Erstmals reist Marie seit Jahren aus dem Ausland zurück in ihre Heimat.
Der Aufenthalt bei Familie und Sippe wird zu einer Spurensuche nach der Geschichte der Frauen ihrer Familie. Zugleich sammelt Marie Material für ein geplantes Buch über die Sámi, die indigene Bevölkerung im Norden Norwegens, Schwedens, Finnlands und Russlands. Die Auseinandersetzung mit den starken Frauen der eigenen Familie nicht zuletzt mit deren Liebesgeschichten mit Männern aus der norwegischen Mehrheitsbevölkerung erweist sich zugleich als Geschichte der Marginalisierung, Diskriminierung und Unterdrückung einer jahrtausendealten Kultur. Diese wurde auch in Norwegen lange als primitiv abgewertet, ignoriert und einem massiven Assimilationsdruck ausgesetzt.
So waren samische Namen zeitweise verboten, was dazu führte, dass Sámi offiziell norwegische Vornamen trugen, innerhalb der Familie jedoch weiterhin samische Namen verwendeten. Die traditionelle Rentierhaltung galt als rückständig, der Schulunterricht erfolgte über Jahrzehnte ausschließlich auf Norwegisch. Samische Kultur und Tradition stießen und stoßen in Teilen der norwegischen Mehrheitsgesellschaft auf Ablehnung und offenen Hass. Plastisch wird dies etwa in Maries Erinnerungen an ihre Studienzeit in Oslo, als sie am Nationalfeiertag, dem 17. Mai, die traditionelle samische Tracht, den Kofte beziehungsweise die Gákti, trägt und mit Anfeindungen rechnen muss.
Der mehrfach ausgezeichnete Roman einer samischen Autorin beschreibt eindringlich die Lebensrealitäten einer indigenen Bevölkerung, die über Jahrhunderte Unterdrückung erfahren hat und auch heute trotz offizieller Anerkennung in Norwegen weiterhin um die Wahrung ihrer Rechte und ihrer kulturellen Identität kämpft.
Ein flüssig erzählter, eindrucksvoller Roman, der Einblicke in die samische Kultur aus einer Innenperspektive bietet. Sehr zu empfehlen.
Bemerkung Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
Exemplare
Ex.nr. Standort
4665 DR, Ned

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