Theo, Tim, Kurkuma und ich

Kinstner, Margarita, 2025
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Stadtbücherei Korneuburg
Verfügbar Ja (1) Titel ist in dieser Bibliothek verfügbar
Exemplare gesamt 1
Exemplare verliehen 0
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Medienart Buch
ISBN 978-3-7022-4280-0
Verfasser Kinstner, Margarita Wikipedia
Beteiligte Personen Weiss, Michaela Wikipedia
Systematik JU - Jugendbücher ab 10 Jahren
Schlagworte Trauer, Fotografieren, Trauerbewältigung
Verlag Tyrolia-Verlag
Ort Innsbruck ; Wien
Jahr 2025
Umfang 235 Seiten
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Margarita Kinstner ; mit Bildern von Michaela Weiss
Illustrationsang Illustrationen
Annotation Quelle: 1001 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Simone Kremsberger;
Jurybegründung: Preis der Stadt Wien 2025: Amelies innerer Dialog mit ihrem verstorbenen Stiefvater in Form einer Du-Ansprache ist ein künstlerisch sehr gelungenes Herantasten an Trauerprozesse. Daneben stehen das Ausweiten des zu eng gewordenen Familienraums und Knüpfen neuer (im Titel angekündigter) Beziehungen im Zentrum des Jugendromans. Die Tätigkeiten des Verstorbenen als Schriftsteller zieht eine Metaebene in die Erzählung ein. Michaela Weiss Illustrationen in unterschiedlichen Techniken fangen Stimmungen der Figuren und Situationen ein und betonen auch auf Bildebene die Relevanz der Reflexion künstlerischen Schaffens in Margarita Kastners Text. So spielen neben Sprachkunst auch Fotografie und Malerei auf beiden Ebenen eine zentrale Rolle.
Rezension aus 1001 Buch, 3/2025:
Seit ihr Stiefvater bei einem Autounfall gestorben ist und ihre Mutter in ihrer Trauer verharrt, wohnt in Amelies Bauch, zwischen Magen und Zwerchfell, ein knurrender Zottelköter. Eineinhalb Jahre nach dem Todesfall gibt es zwar Momente des Glücks, doch allzu schnell macht sich der Köter wieder bemerkbar.
Unterstützung findet Amelie bei ihrer Trauerbegleiterin. Mit ihrer besten Freundin Selina spricht sie hingegen kaum über das Geschehene und nun hat sich Selina zum ersten Mal verliebt und scheinbar kein anderes Thema mehr als ihren Jonas.
Mit der Kamera, die sie zu ihrem 15.?Geburtstag bekommen hat, zieht Amelie los und füllt die Leere mit Bildern. Ihre Lieblingsmotive sind verlassene Orte. In einem vermeintlich leeren Haus trifft sie auf Theo, einen Maler, der Menschen nicht besonders mag, aber ihre Gesellschaft gerne annimmt.
Auch Amelie fühlt sich bei ihm wohl und sicher. Ihre Freundschaft mit Theo wird enger, als sie ein streunendes Kätzchen findet und bei ihm einquartiert. Und hier tritt auch sein Neffe Tim in ihr Leben, der anfangs ein unerwünschter Konkurrent um Theos Aufmerksamkeit ist, aber rasch an Bedeutung gewinnt.
Margarita Kinstner erzählt in diesem fein gearbeiteten und fesselnd zu lesenden Jugendroman, wie Amelie einen Weg aus dem Trauergeflecht findet und sich wieder zu öffnen beginnt neuen Menschen, aber vor allem auch den nah vertrauten. Bis sich der Köter aus ihrem Magen und Leben trollt.
Referenzen zur Jugendkultur auch jener der Elterngeneration lassen eine authentische Welt entstehen. Eine bedeutende Rolle im Roman spielt die Kunst: Amelies Fotos, Theos Bilder, in denen er Van Goghs Gemälde neu interpretiert. Kinstner vermittelt, wie bedeutsam künstlerische Auseinandersetzung für die Verarbeitung von Emotionen sein kann. Sichtbar wird diese Haltung auch in der Buchgestaltung. Die Geschichte ist mit zahlreichen Illustrationen von Michaela Weiss versehen, welche die Atmosphäre des Romans verdichten: von Fotografien über Zeichnungen bis zu Drucken. Auch das ¬Cover mit dem Mädchenporträt vor dem von Van-Gogh-inspirierten Hintergrund ist eine stimmige Einladung in die Geschichte.
Zugleich wird mit viel Empathie für den Trauerprozess und das breite Spektrum komplexer Gefühle erzählt, wie wichtig menschliche Beziehungen (und kleine Katzen) für die Möglichkeit zum Glück sind.

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Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Doris Göldner;
Trauern ist ein langer Prozess die 15-jährige Amelie findet auf ganz unerwartete Weise einen Weg hinaus. (ab 14) (JE)
Amelies Stiefvater ist vor zwei Jahren tödlich verunglückt seither ist die Mutter tief in ihrer Trauer gefangen. Es ist die 15-Jährige, die den Haushalt am Laufen hält. Sie ist eine gute Schülerin und fotografiert mit ihrer Kamera gern verlassene Orte und Plätze. Als sie eines Tages ein scheinbar leerstehendes Haus fotografiert, begegnet sie dem alten Theo, der dort wohnt. Bei ihm darf Amelie einfach sie selbst sein: ihre Trauer zeigen, aber auch ihre Wut herauslassen etwa auf ihre beste Freundin, die sich zum ersten Mal verliebt hat und seither von nichts anderem mehr spricht.
Kurkuma ist eine kleine Findelkatze, die Amelie bei Theo unterbringt ihre Mutter hat eine Katzenallergie. Und Tim, Theos Neffe, wird am Ende der Geschichte noch eine besondere Rolle für Amelie spielen.
Das liebevoll gestaltete Buch mit zahlreichen Illustrationen von Michaela Weiß in verschiedenen Techniken widmet sich ganz dem Thema Trauer. Wie fühlt es sich an, jemanden sehr zu vermissen? Wie gelingt es, den Alltag trotzdem zu bewältigen und sich den kleinen und großen Herausforderungen des Lebens zu stellen? Das Buch zeigt: Trauer hat viele Gesichter und manchmal erkennen Trauernde nicht, dass sie nicht die einzigen sind, denen jemand sehr fehlt.
Eine starke Empfehlung für dieses berührende Jugendbuch!
Bemerkung Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
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Ex.nr. Standort
11283 JU, Kin

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