Ungebetene Gäste : Roman

Gundar-Goshen, Ayelet, 2025
Stadtbücherei Korneuburg
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Medienart Buch
ISBN 978-3-0369-5063-1
Verfasser Gundar-Goshen, Ayelet Wikipedia
Beteiligte Personen Achlama, Ruth Wikipedia
Systematik DR - Belletristik
Schlagworte Rassismus, Konflikt, Rache, Moral, Schuld, Mitgefühl, Vorurteile, Unrecht, Abgründe, Ängste, Menschliche Abgründe, Tiefen, unfair, innerer Konflikt, Psychodrama
Verlag Kein & Aber
Ort Zürich
Jahr 2025
Umfang 314 Seiten
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Ayelet Gundar-Goshen ; aus dem Hebräischen von Ruth Achlama
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Ingrid Kainzner;
Ein Augenblick der Unachtsamkeit löst eine Tragödie aus, der das Leben aller Beteiligten gravierend verändert. (DR)
Naomi ist eine junge Mutter, die mit ihrem Mann Juval und dem kleinen Sohn Uri in Tel Aviv lebt. Juval hat für Renovierungsarbeiten am Balkon einen arabischen Arbeiter engagiert. Während Naomi Kaffee kocht und der Arbeiter kurz auf die Toilette geht, bemerkt Naomi nicht, dass der lebhafte Uri auf den Balkon gekrabbelt ist. Dort bekommt er einen Hammer zu fassen und lässt ihn auf die Straße fallen. Er trifft einen gerade vorbeigehenden Teenager so unglücklich, dass dieser noch an der Unfallstelle stirbt. Es entsteht ein Tumult, die Polizei hält den arabischen Arbeiter für einen Terroristen und verhaftet ihn. Naomi ist wie versteinert und klärt die Sachlage nicht auf. Als der nichtsahnende Sohn des Palästinensers seinen Vater abholen will, wird er von der aufgebrachten Menge fast zu Tode geprügelt. Juval, Naomis inzwischen herbeigeeilter Mann, kann ihn gerade noch retten. Sie bringen den verletzten Said nach Hause und werden von der palästinensischen Familie freundlich empfangen. Nur der älteste Sohn lässt durchblicken, dass er weiß, dass sein Vater unschuldig im Gefängnis sitzt.
Auf der Rückfahrt erzählt Naomi ihrem Mann den wirklichen Tathergang. Beide sind sich darin einig, zur Polizei zu gehen und die Wahrheit zu sagen. Naomi befürchtet, wegen ihrer Unachtsamkeit verurteilt zu werden. Durch einen teuren Anwalt wird jedoch nicht sie, sondern der arabische Arbeiter für schuldig erklärt, der den Hammer nicht am Balkon hätte liegen lassen dürfen. Naomi ist einerseits erleichtert, aber ihre Schuldgefühle werden dadurch noch stärker. Die Gedanken an das Leid der arabischen Familie und der Angehörigen des toten Teenagers lassen sie in eine tiefe Depression fallen. Schließlich zieht die Familie nach Lagos, wo Juval einen gut bezahlten Job annimmt.
In der eleganten nigerianischen Staatswissenschaftlerin Ayobami scheint Naomi eine Freundin gefunden zu haben, von der sie jedoch unerwartet vor den Kopf gestoßen wird. Große Sorgen macht der kleine Uri, der jede Nacht schreiend aufwacht. Und damit nicht genug, erhält Naomi Erpresserbriefe, die sie noch mehr verängstigen und ihre ohnehin schon große Fixierung auf ihren Sohn verstärken.
Ayelet Gundar-Goshen beschreibt das Dilemma einer israelischen Familie, die im Vergleich zur Situation der palästinensischen Bevölkerung in relativem Luxus lebt. Sie thematisiert in ihrem klugen und sehr spannenden Roman, wie in einer von Misstrauen und Rassismus geprägten Gesellschaft das alltägliche Leben vergiftet wird. Sehr zu empfehlen.
Bemerkung Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
Exemplare
Ex.nr. Standort
9908 DR, Gun

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