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JU
Sei
Blumen für den Führer
Seidel, Jürgen, 2010
Klasse: 0 Zum Antolin Quiz | Stadtbücherei Korneuburg | |
| Verfügbar |
Ja (1)
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| Exemplare gesamt | 1 |
| Exemplare verliehen | 0 |
| Reservierungen | 0Reservieren |
| Medienart | Buch | ||||
| ISBN | 978-3-570-13874-8 | ||||
| Verfasser | Seidel, Jürgen
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| Systematik | JU - Jugendbücher ab 10 Jahren | ||||
| Schlagworte | Berlin, Nazi, Internat, Waisenhaus, Deutschland, Fantasie, 1936, Verbote, Olympische Sommerspiele | ||||
| Verlag | cbj | ||||
| Ort | München | ||||
| Jahr | 2010 | ||||
| Umfang | 431 S. | ||||
| Altersbeschränkung | keine | ||||
| Auflage | 1. Auflage | ||||
| Sprache | deutsch | ||||
| Verfasserangabe | Jürgen Seidel | ||||
| Annotation | Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/); Autor: Kathrin Wexberg; Annotation: Fragwürdiger historischer Roman für Jugendliche über eine junges, schwärmerisches Mädchen aus der Zeit des frühen Nationalsozialismus. Rezension: Für die Propaganda des NS-Regimes spielten die Olympischen Spiele 1936 bekanntlich eine gewichtige Rolle - inszeniert nicht zuletzt durch Leni Riefenstahls Dokumentarfilm "Olympia". Jürgen Seidel, am Klappentext vollmundig als einer der "vielschichtigsten, interessantesten und literarischsten" [was auch immer das sein mag] "deutschen Jugendbuchautoren" angekündigt, wählt dieses historische Ereignis als Ausgangspunkt für seinen Roman: Die 15-jährige Reni, die in einem Mädchenpensionat aufwächst, wird aus zunächst rätselhaften Gründen ausgewählt, Adolf Hitler bei den Olympischen Spielen einen Blumenstrauß zu überreichen - sie und ihre Freundinnen schwärmen für "den Führer" wie für einen Filmstar und sind sehr aufgeregt über diese Ehre. Doch dann kommt alles noch aufregender: Es stellt sich heraus, dass Reni gar kein Waisenmädchen, sondern die illegitime Tochter eines Grafen ist - der sich nun im Sinne seiner Karriere im NS-Regime entschlossen hat, die hübsche blonde Tochter nicht mehr zu verleugnen, sondern in seinem Interesse einzusetzen (konkret: um sie Hitlers Chefadjutanten Julius Schaub als Geliebte anzudienen). Parallel zu Renis Perspektive wird der Roman aus der Sicht von Jockel erzählt, einem ausgebeuteten Bauernbuben, in den sie sich verliebt, der jedoch nach einem aus Versehen begangenen Totschlag auf der Flucht vor der Polizei ist - was ihn jedoch nicht daran hindert, Reni zu einer Spritztour mit der Limousine ihres Vaters auszuführen, um sich an seinem gewalttätigen Vater zu rächen. Wie aus einem Trivialroman längst vergangener Zeiten entnommen scheint nicht nur die Handlung, sondern auch die Sprache des Textes: Reni und ihre Freundinnen, aber auch ihr Vater unterhalten sich durchgängig in einer floskelhaften, gestelzten Sprache. So reizvoll es scheinen mag, die Atmosphäre des erstarkenden NS-Regimes aus der Sicht von begeisterten jungen Menschen zu erzählen, so fragwürdig erscheint dieser Zugang, wenn er wie hier völlig unreflektiert - und bar jeden Kontextes der späteren historischen Ereignisse - lediglich als spannender Historienschmöker umgesetzt wird. "Aus dieser süffig geschriebenen Erzählung, angereichert mit Spannungsreizen des gängigen unterhaltenden Jugendromans, führt kein Weg zur Erkenntnis, sondern nur zur Faschismus-Soap-Literatur." So lautete die Conclusio von Roswitha Budeus-Budde in der Süddeutschen Zeitung - dem ist nichts hinzuzufügen. ---- Quelle: LHW.Lesen.Hören.Wissen (http://www.provinz.bz.it/kulturabteilung/bibliotheken/320.asp); Autor: Ruth Schmidhammer; Die Zeit nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, aber noch vor Beginn des Ausbruches des Zweiten Weltkriegs aus der Sicht einer jugendlichen Betroffenen zu schildern ist ein schwieriges und auch gewagtes Unterfangen. Als außerhalb der Geschichte stehender Erzähler, der weder kommentiert und be- bzw. verurteilt, lässt Jürgen Seidel die Protagonistinnen ihre Begeisterung, ihr mädchenhaftes Schwärmen für den Führer äußern; nicht gänzlich überzeugt vom Beginn eines neuen großartigen Zeitalters scheint die Erzieherin Waltraud Knesebeck zu sein. Berlin bereitet sich auf die Eröffnungsfeierlichkeiten anlässlich der 11. Olympischen Sommerspiele vor. Die 15-jährige Reni, ein sehr hübsches Mädchen, das dem arischen Schönheitsideal entspricht, wird ausgewählt, Adolf Hitler den obligatorischen Blumenstrauß zu überreichen. Renis großes Vorbild ist der Arzt Albert Schweitzer. Sie sieht im Führer den gleichen Menschenfreund und Idealisten und erhofft sich von Hitler und der nationalsozialistischen Führungsriege tatsächlich Unterstützung für das Urwaldhospital in Lambarene. Gerade dieser absurde Vergleich zeigt recht deutlich, welche falschen Erwartungen in der Bevölkerung verbreitet waren. Wenn auch Reni zu naiv wirkt, so lassen sich durchaus Parallelen zu heutigen professionell gesteuerten Massenhysterien in Bezug auf Starkult herstellen. Der Roman Jürgen Seidel lädt zur Diskussion ein, wahrscheinlich nicht unbeabsichtigt vom Autor. (ab 13 J.) |
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| Bemerkung | Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg) | ||||
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