Fucking fucking schön. Das erste Mal

Rottmann, Eva, 2024
Stadtbücherei Korneuburg
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Medienart Buch
ISBN 978-3-96428-243-9
Verfasser Rottmann, Eva Wikipedia
Systematik JU - Jugendbücher ab 10 Jahren
Schlagworte Erste Liebe, Sex, Aufklärung
Verlag Jacoby & Stuart
Ort Berlin
Jahr 2024
Umfang 176 Seiten
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Eva Rottmann
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Alexandra Hofer / STUBE;
Ein feinfühliger Erzählband über erste Male und die vielen Facetten von Nähe und Selbstfindung. (ab 14) (JE)
Der erste Kuss, das erste Mal Nähe, das erste Mal Händchen halten. Das erste Mal kennt viele Farben, Formen und Namen und ist damit ebenso vielgestaltig wie die jugendliche Lebenswelt, die in zehn Kurzgeschichten, in denen je andere Figuren im Zentrum steht, aufgefächert werden.
Das Figurenarsenal der kurzen Texte kennen Rottmann-Leser*innen zum Teil aus ihren beiden anderen Jugendbüchern »Kurz vor dem Rand« (2023) und »Mats & Milad« (2021), zum Teil lernt man völlig neue Figuren kennen: So trifft man beispielsweise auf Ari und Tom, die gemeinsam ihr erstes Mal wagen, oder auf Layla, deren erster körperlicher Kontakt ein sexueller Übergriff war, wodurch die Message, »Nur ein Ja ist ein Ja« herausgestrichen wird. Dann ist da noch Melek, die Freundin von Mats, die Geschlechterkonventionen gegen den Strich bürstet und stellvertretend für die körperliche Selbstbestimmtheit steht.
Die verschiedenen Tonalitäten, die Rottmann für ihre Figuren findet, suggeriert Individualität, verweist auf Einzelschicksale und stellt unterschiedliche Formen von Intimität vor den Vorhang. Sie beweist einmal mehr ihr Gespür für Situationsatmosphäre, wenn sie davon erzählt, dass beim Erkunden der eigenen Sexualität mit der ersten festen Partnerperson nicht immer alles glatt läuft, mit Pannen gerechnet werden kann und man sich selbst auch mal nicht so ernst nehmen darf. Und nebenbei arbeitet sie heraus, dass Nähe so viel mehr sein kann als Sex.
Körperlichkeit, sexuelle Orientierung und Lebensrealitäten wird mit Humor und der nötigen Ernsthaftigkeit nachgespürt und dabei Raum für Zwischentöne gelassen. Und Zwischenspiele, die die Autorin zwischen die Kurzgeschichten stellt, in denen Definitionen, Fragen oder persönliche Statements abseits der Geschichten ihren Platz finden. Ein literarisch fein gearbeitetes Plädoyer für individuelle Nähe, das ein viel zu selten genütztes Format wählt: die Kurzgeschichte, die gerade für die jugendliche Selbsterkundung und die kaleidoskopartige Zusammenschau hervorragend funktioniert.
Bemerkung Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
Exemplare
Ex.nr. Standort
2545 JU, Rot

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