Unsereins : Roman

Mahlke, Inger-Maria, 2023
Stadtbücherei Korneuburg
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Medienart Buch
ISBN 978-3-498-00181-0
Verfasser Mahlke, Inger-Maria Wikipedia
Systematik DR - Belletristik
Schlagworte Generationenroman, Frauen, Identität, Gesellschaft, Dienstmädchen, Jahrhundertwende, Familienepos, Zugehörigkeit, Bestsellerautorin, Generationen, jüdisch, Geschlecht, Liebesgeschichten, Kaufleute, bürgerlich, Frauengeschichte, 19.Jahrhundert, konservativ, Klasse, Machtverhältnisse, Spiegel Bestseller Autorin, Bestseller Autorin, kleine Leute, Hansestadt, Köchinnen, Lohndiener, Weißnäherinnen, Buchpreisträgerin, kaisertreu, Lindhorst, 1890, Roman einer Stadt
Verlag Rowohlt
Ort Hamburg
Jahr 2023
Umfang 492 Seiten
Altersbeschränkung keine
Auflage Originalausgabe
Sprache deutsch
Verfasserangabe Inger-Maria Mahlke
Annotation Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Jutta Kleedorfer;
Lübecker Familiengeschichte aus der Zeit von 1890 bis 1906. (DR)
Erzählt wird die Geschichte der Kaufmannsfamilie Lindhorst in Lübeck, dem damals kleinsten Staat im Deutschen Reich um 1900. Sie ist als eine Parallelgeschichte zu Thomas Manns berühmten Roman »Die Buddenbrooks« konzipiert, jedoch ohne namentliche Nennung der Stadt. Erzählt wird auf knapp 500 Seiten vom Alltagsleben der Mittelschichtbürger, Handwerker, Lohnarbeiter, vor allem jedoch vom Wirken und alltäglichen Werken der Frauen als Ehe- und Hausfrauen, Dienstmädchen, Weißnäherinnen oder als gesellschaftlich engagierte Damen.
Dieses Milieu wird am beispielhaften Aufstieg der Kaufmannsfamilie Lindhorst und deren acht Kindern in epischer Breite erzählt: Sie gelten als »unsereins«, d.h. sie leben, arbeiten und fühlen wie »jemand wie wir«, obgleich sie aufgrund von jüdischen Vorfahren sicherheitshalber zum Christentum übergetreten sind. Die Autorin porträtiert sie gleichsam als »Gegenspieler« zu Thomas Manns Roman »Die Buddenbrooks«, die im Buch »Hagenström« genannt werden. Einleitend findet sich zum besseren Verständnis eine Aufstellung von 48 handelnden Menschen mit zusätzlich ergänzend auftretenden Personen. Dazwischen taucht auch ein affektierter Schüler und Jungautor namens »Thomi« auf, der als »Pfau« verspottet wird und niemand Geringerer als Thomas Mann ist.
Die Lektüre bietet eine sorgfältig recherchierte romanhafte Erzählung, die ein authentisches Sittenbild vom Ende des 18. bis ins beginnende 20. Jahrhundert liefert. Ein Roman, der einen langen, geduldigen und aufmerksamen »Lese-Atem« erfordert, zugleich jedoch eintauchen lässt in entspannende Geschichten und tief empfundene Menschenbilder.
Bemerkung Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
Exemplare
Ex.nr. Standort
3050 DR, Mah

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