Kleopatra

GMEHLING, Will, 2015
Antolin Klasse: 3 Zum Antolin Quiz
Stadtbücherei Korneuburg
Verfügbar Ja (1) Titel ist in dieser Bibliothek verfügbar
Exemplare gesamt 1
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Medienart Buch
ISBN 978-3-7795-0529-7
Verfasser GMEHLING, Will Wikipedia
Beteiligte Personen GMEHLING, Will Wikipedia
Beteiligte Personen Krejtschi, Tobias Wikipedia
Systematik JD - Bilderbücher bis 6 Jahre
Schlagworte Hyäne
Verlag P. Hammer Verl.
Ort Wuppertal
Jahr 2015
Umfang [16] Bl.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Will Gmehling [Text]. Tobias Krejtschi [Ill.]
Illustrationsang zahlr. Ill. (farb.)
Annotation Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Marlene Zöhrer;
Annotation: Eine Hyäne bleibt eine Hyäne bleibt eine Hyäne ... Ein warmherziges und humorvolles Bilderbuch, das in atmosphärisch dichten Bildern von Freundschaft und großen Träumen erzählt.
Rezension: Tüpfelhyänen sind nicht reizvoll. Tüpfelhyänen sind einfach nur getüpfelt. In ihrem gemeinsamen Bilderbuch Kleopatra beweisen Will Gmehling und Tobias Krejtschi das Gegenteil. Denn die Titelheldin Kleopatra ist eine ausgesprochen reizende Tüpfelhyäne. Und auch wenn ihr breites Dauergrinsen gewöhnungsbedürftig ist, ihre Geschichte geht zu Herzen und mehr Kleopatra lebt, seit sie aus dem Zoo weggelaufen ist, am Ende der Welt direkt neben einer Müllhalde. Dort sammelt sie in ihrem kleinen Laden Dinge, die keiner mehr möchte. Mit der Zeit hat die Hyäne eine großartige Sammlung an Nutzlosigkeiten zusammengetragen die Kunden jedoch bleiben aus. So ist Kleopatra meist allein und träumt oft und ausgiebig von einem heißen und wilden Land.
Dann taucht eines Nachts Ed bei Kleopatra im Laden auf, die beiden werden Freunde und auch Eds Großfamilie hat die Hyäne gerne um sich, findet sogar ihre Fundstücke großartig nur Kleopatras Fußballkünste lassen wirklich zu wünschen übrig. Sie war nicht gemacht dafür, einen Ball in ein Tor zu treten. Sie war für Afrika gemacht. Und genau dorthin macht sich Kleopatra am Ende des Bilderbuchs auf. Während sie auf den Bahngleisen der Abenddämmerung entgegenläuft, kann sie endlich sein, was sie eigentlich schon immer war: Tier. Ein Tier, das weder Menschenworte, noch Schönheitsideale oder Fußballregeln braucht.
Die Geschichte von Kleopatra steckt voller Überraschungen, Witz und Tiefe Krejtschis atmosphärische Bilder fangen diese Vielschichtigkeit ein und verleihen ihr zusätzlichen Charme und Zauber. Die dauergrinsende Kleopatra ist wahrlich keine Schönheit, Krejtschis Bilder von ihr jedoch sind eine Augenweide. Insbesondere dann, wenn er seine Bildideen in nächtlichen Schimmer oder die warmen Farben der Savanne taucht.

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Quelle: bn.bibliotheksnachrichten (http://www.biblio.at/literatur/bn/index.html);
Autor: Heidi Lexe;
Eine Tüpfelhyäne sammelt unnütze Dinge und bietet sie in ihrem kleinen Laden am Ende der Welt zum Verkauf an. Kann dieses schlichte Glück noch überboten werden? (ab 5) (JD)
Schon am Vorsatzpapier ist zu erkennen: Diese Hyäne scheint sich rundum wohlzufühlen. Ihr Lachen hallt über die Müllhalde am Ende der Welt, ihr Glück ist trotz angeknackster Spiegel ungebrochen. Hat sie hier doch alles, was sie braucht - vom kleidsamen Streifenshirt, das hervorragend mit ihren Tupfen konveniert, bis zu all jenen weggeworfenen Besonderheiten, die sie wie in einem Museum der Dinge in ihrem kleinen Laden aufstellt: "Luft aus Brasilien, in portugiesischen Flaschen! Glöckchen ohne Klöppel! Schneckenhäuser ohne Schnecken!" Was mehr könnte das Herz einer freien Tüpfelhyäne begehren?
Illustrator Tobias Krejtschi arrangiert verspielt die Devotionalien der Sammelleidenschaft - in deren Mittelpunkt Kleopatra sich ihrer selbst erfreut. Allerdings scheint da noch irgendwo eine Sehnsucht in der Hyänenbrust zu schlummern. Die Sehnsucht nach Afrika und wohl auch die Sehnsucht nach ein wenig mehr Festcharakter des Lebens. Denn als der kleine Edwin in Kleopatras Laden auftaucht, scheint der Beginn einer wunderbaren Freundschaft unausweichlich. Eds zehnköpfige Familie wird in markantem Gummistiefel-Outfit inszeniert und damit ein ebenso feinsinniger wie humoriger Blick auf ein Leben jenseits der Konsumwelt geworfen. Allein der wunderbarste aller Müllplatz-Funde - ein Fußball - zeigt Kleopatra, dass sie letztlich in ihre ganz eigene Welt aufbrechen muss.
Entlang der liebenswerten Freundschaftsgeschichte werden Fragen nach Armut und Bescheidenheit unaufdringlich mitverhandelt. Wobei die Stärke des Bilderbuches in der Ausgestaltung der Hauptfigur liegt: Kleopatra wird zwar anthropomorphisiert, aber dennoch in ihrer animalen Eigenwilligkeit belassen. Umso deutlicher ist ihr Wunsch nach ureigener Zugehörigkeit spürbar. Sehr zu empfehlen ab 5 Jahren.

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Quelle: LHW.Lesen.Hören.Wissen (http://www.provinz.bz.it/kulturabteilung/bibliotheken/320.asp);
Autor: Martina Koler;
Die Tüpfelhyäne Kleopatra ist aus dem Zoo abgehauen und lebt einsam in der Nähe einer Müllhalde am Ende der Welt. Hier fristet sie ihr Dasein, hat sich mit Dingen, die sie am Schrotthaufen findet, einen kleinen Laden eingerichtet und lebt in den Tag hinein. Sie wird allen Vorurteilen gegen Hyänen gerecht: Sie stinkt, sie schreit, sie ist faul und hat sehr spitze Zähne. Und eigentlich hätte sie lieber Streifen als Tupfen. Aber das war ja nicht zu ändern. Eines Tages freundet sie sich mit Ed, einem Jungen aus der nahegelegenen Wohnwagensiedlung an. Durch ihn erfährt sie von Afrika, dem Land der Wüsten und Savannen und der wilden Tiere. Nun weiß Kleopatra, wonach sie sich schon lange sehnt. Sie überlässt ihren Laden samt dem angehäuften Sammelsurium Ed und macht sich auf den Weg in das Land ihrer Herkunft und ihrer Träume. In einem sehr spannungs-, wort- und detailreichen Text erzählt Will Gmehling die Geschichte dieser zwei am Rande der Gesellschaft lebenden Protagonisten, ohne zu werten oder anzuklagen. Die Hyäne, die nicht gerade auf Anhieb Sympathie entlockt, wächst einem beim Lesen und vor allem Betrachten immer mehr ans Herz. Krejtschi gelingt es vorzüglich, ihr Innenleben in den vielfältigen und detailreichen Illustrationen im Bild darzustellen. Er zeigt sie als wildes, gefräßiges und die Freiheit liebendes Tier ebenso wie im liebevollen Umgang mit dem ihr in vielen Dingen ähnlichen Jungen Ed. Beim Abschiednehmen drückt Kleopatra die Botschaft dieses Bilderbuchs kurz, aber klar aus, indem sie zu Ed sagt: "Sei immer mutig und frei."

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Quelle: STUBE (http://www.stube.at/);
Anders als ihre historische Namensgeberin ist die Tüpfelhyäne Kleopatra keine reizvolle Schönheit. Aber seit sie aus dem Zoo ausgebrochen ist, betreibt sie eine reizende Fundgrube für unnütze Sachen: hier verkauft sie Wundersames, das sie von der Müllhalde zusammengetragen hat. Nur Kundschaft hat Kleopatra keine und so träumt sie von Afrika, ihrem Herkunftsland, das sie nie bereist hat. Zum Glück taucht eines Tages Ed auf, der bei ihr nicht nur eine Taucherbrille ohne Gläser und ohne Gummiband ersteht, sondern sich mit seiner Familie rührend um Kleopatra bemüht. Dennoch wird die Sehnsucht der liebenswerten Hyäne nach Afrika immer größer und sie macht sich schließlich mutig und frei auf den Weg. Tobias Krejtschi illustriert diese Geschichte von Sehnsucht und Fantasie großflächig und kräftig, mit vielen fantasievollen Müll-Fundstücken und überaus sympathischen Figuren, die ein tiefes Eintauchen in das Bilderbuch ermöglichen.
*STUBE*
Bemerkung Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
Exemplare
Ex.nr. Standort
10413 JD, GME

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