Unter meinen Füßen die Straße

Draanen, Wendelin van, 2011
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Stadtbücherei Korneuburg
Verfügbar Ja (1) Titel ist in dieser Bibliothek verfügbar
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Medienart Buch
ISBN 978-3-551-58184-6
Verfasser Draanen, Wendelin van Wikipedia
Beteiligte Personen Haefs, Gabriele [Übers.] Wikipedia
Systematik JU - Jugendbücher ab 10 Jahren
Schlagworte USA, Identitätsfindung, Tagebuch, Obdachlosigkeit, Pflegekind, Ausreisserin
Verlag Carlsen
Ort Reinbek bei Hamburg
Jahr 2011
Umfang 253 S.
Altersbeschränkung keine
Sprache deutsch
Verfasserangabe Wendelin van Draanen. Aus dem Engl. von Gabriele Haefs
Annotation Quelle: 1000 und 1 Buch (http://www.1001buch.at/);
Autor: Christina Rademacher;
Annotation: Fiktives Tagebuch einer elternlosen Zwölfjährigen, die zwar lieber auf der Straße lebt als bei Pflegeeltern, aber ihr Leben nicht als Obdachlose verbringen möchte.

Rezension: Dass Holly Hunger hat, friert und allein ist, war schon so, als sie noch bei ihren Pflegeeltern lebte. Nur musste sie dort zusätzlich Beschimpfungen, Demütigungen und Misshandlungen ertragen. Klar, dass ihr ein Leben auf der Straße als das kleinere Übel erscheint. Was Holly auf dem einsamen Weg in den Westen der USA erlebt, erfahren wir aus ihrem Tagebuch. Gerichtet ist es an ihre ehemalige Lehrerin, die behauptet hatte, dass das Schreiben Holly helfen werde, "eine neue Seite aufzuschlagen". Ihr erzählt Holly von der zermürbenden Suche nach Essen und einem Schlafplatz, von ihrer Sehnsucht nach einem treuen vierbeinigen Begleiter und den Erinnerungen an ihre drogenabhängige Mutter, die zwei Jahre zuvor an einer Überdosis gestorben ist.
Wendelin van Draanens Tagebuchroman ist nicht nur ein packender Sozialthriller, sondern auch eine Verbeugung vor den Möglichkeiten der Literatur. Das Schreiben, von Holly zunächst widerwillig begonnen, ermöglicht ihr die Bewältigung von alten und leider immer noch aktuellen Gefühlen. Dadurch wird der Blick für die Zukunft frei: Holly erkennt, dass sie Veterinärmedizin studieren und sich auf Hunde spezialisieren möchte. Dafür aber muss sie zuerst wieder zur Schule gehen. Doch wo soll sie wohnen, wenn sie sich nie wieder in die Obhut einer Pflegefamilie begeben will? Versteht sich, dass die Autorin für ihre Heldin einen Ausweg aus diesem Dilemma findet: Holly lernt zwei Frauen kennen, die bereit sind sie aufzunehmen. Dass diese Lösung des Konflikts etwas von einem "Deus ex Machina" hat, akzeptiert man angesichts des einfühlsam und ambitioniert geschriebenen Romans ebenso wie die erstaunliche Reife der Protagonistin. Schließlich hat Holly in ihren zwölf Lebensjahren auch schon sehr viel erlebt.
Bemerkung Katalogisat importiert von: Rezensionen online open (inkl. Stadtbib. Salzburg)
Exemplare
Ex.nr. Standort
1000 JU, Dra

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